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Von Wanderlust, kuschelbedürftigen Fröschen und sonstige Sommerlagererinnerungen

 

Es war ein Freitag als sich vor dem Pfadfinderheim in Thüringen eine Meute abenteuerlustiger Guides und Späher traf. Die Sonne stand hoch an jenem Freitag und die Meute war kaum zu bändigen. Die Wanderschuhe waren fest geschnürt, die Rucksäcke mit dem Notwendigsten gepackt und auch das Leiterteam war voller Motivation auf das bevorstehende Abenteuer. Man schrieb den 17. Juli 2015 und dies war der Start des Sommerlagers der Gu/Sp der Gruppe Thüringen. Da die ersten 3 Tage des heurigen Sommerlagers aus einem Hike bestanden wurde nach Ankunft der Meute erst einmal das Essen für die nächsten Tage aufgeteilt und jeder Rucksack gemeinsam mit den Kindern nochmals kontrolliert, so dass jeder bestens vorbereitet war, immerhin lag ein großes Abenteuer bevor.

„Das Wandern ist des Pfadis Lust“

Unsere Reise startete beim Pfadiheim und führte uns zuerst mit Bus und Bahn nach Partenen. Von dort legten wir die ersten Höhenmeter mit der Tafamuntbahn zurück. Von der Mittelstation, wo wir mit Regen begrüßt wurden, ging es dann zu Fuß weiter. Die erste Etappe führte uns durch Hochmoorlandschaft, vorbei am Wiegensee (1.940m) bis hin zu unserem ersten Nachtlager. Unser erster Abend in den Bergen stand bevor und mit dem knisternden Lagerfeuer und jede Menge Gelächter genossen wir gegrillte Würstle, Steckenbrot, Grillkäse, Gemüse und Jagdwurst. Zufrieden und erschöpft krochen wir dann auch schon bald in unsere Schlafsäcke.

Am nächsten Morgen weckte uns die Sonne und wir konnten die etwas feucht gewordenen Schlafsäcke zum Trocken aufhängen während wir unser leckeres Frühstück (Müsli mit Milchpulver) genossen. Im, von den Kindern geschriebenen Logbuch heißt es: „Die Schlafsäcke waren zwar feucht, aber die Laune war spitze.“ Mit neuer Energie ging die Wanderung weiter. Im stetigen Auf und Ab führte uns der Weg vorbei an der Verbella Alpe bis hin zur Heilbronner Hütte. Zwischen zwei Bächen schlugen wir unser zweites Nachtlager auf und genossen auch diesen Abend unter freiem Himmel, am Lagerfeuer sitzend mit tollen Geschichten.

Ein neuer Tag – Eine neue Schüssel Müsli mit Milchpulver bei atemberaubenden Ausblick

Nach einem leckeren Frühstück bei dem wir alle den Ausblick genossen ging es weiter in Richtung. Silbertal. Der Weg führte uns auch an diesem Tag über Stock und Stein, auf und ab, vorbei an Wäldern und Wiesen und bei den vielen Kilometern, die zurück gelegt wurden kam auch das ein oder andere Blasenpflaster in Verwendung.

Während unserer wohlverdienten Pause mussten wir unser Hab und Gut gegen eine Kuhinversion verteidigen, um es in den Worten der Kinder wiederzugeben. 

Auf einer schönen Anhöhe in der Nähe des Langensee schlugen wir dann das letzte Mal unser Biwak auf und machten uns auf ein Gewitter bereit, dass dann aber glücklicherweise an uns vorüber zog. Das Wetter meinte es gut mit uns und wir genossen die Sonne und es reichte sogar für eine kleine Erfrischung am See. Nach der ersten Runde Suppe setzten wir noch einen zweiten Topf auf und dann war es plötzlich vorbei mit der Idylle als uns das, vorher bereits angekündigte Gewitter, völlig unerwartet traf. Alle samt krochen wir unter das Biwak des Leiterteams und schlürften die halbfertige Suppe. Der guten Laune tat dies aber keinen Abschlag.

Der nächste Morgen war etwas ganz Besonderes. Zum einen für die gesamte Truppe aufgrund des atemberaubenden Ausblicks zum anderen aber für eine unser Leiterinnen, deren Auge in der Nacht als Schlafquartier für einen kleinen Frosch diente. 

Tag 4 – Das Ende und der Beginn

Die restlichen Kilometer unserer Wanderung führten uns dann ins Silbertal, wo wir bereits erwartet wurden. Am späteren Nachmittag trafen wir, völlig erschöpft auf unserem Lagerplatz in Fußach ein. Mit Freude stellten wir fest, dass bereits ein paar fleißige Elfen Zelte, einen Lagertisch und den Fahnenmast aufgebaut hatten. So setzten wir uns also ins gemachte Nest und freuten uns auf etwas Anständiges und Frisches zu essen. Umso enttäuschter waren wir dann als wir feststellten, dass der Kühlschrank zu kalt eingestellt war und unser leckeres Gemüse eingefroren war. Satt wurden wir aber alle trotzdem und geschmeckt hat es auch. 

In den nächsten Tagen folgte dann das herkömmliche Lagerleben - es wurde am offenen Feuer gekocht, es gab eine Orsterkundung in Bregenz, bei der es galt die Stadt zu erkunden, Fragen zu beantworten und als kleine Zusatzaufgeben so viel Stempel wie möglich zu sammeln. Natürlich nutzen wir die Nähe zum Bodensee, gingen baden und Kanu fahren. Die Details zu unserer Algenschlacht und deren Folgen erwähnen wir besser nicht. 

Ein kleines kulinarisches Highlight sollte die Pizza aus dem neuen selbstgebauten Pizzaofen der Pfadfinder Fußach werden, doch leider meinten es unsere Feuermeister etwas zu gut und setzten das Dach des Ofens in Feuer. Nachdem Löschen mit dem Gartenschlauch war die Hitze dann leider nicht mehr wirklich ausreichend und so musste unsere leckere Pizza im herkömmlichen Backrohr zubereitet werden.

Die Versprechensfeier war ein weiteres Highlight, bei dem 2 Späher ihr Halstuch verliehen bekommen haben. Die Feier fand in schönem Rahmen mit Lagerfeuer und anschließenden Gitarrenklängen statt.

Den letzten Abend des Lagers verbrachten wir unter freiem Himmel. Dieses Lager war nicht nur für die Kinder ein absolutes Highlight sondern auch für uns als Leiterteam und wir möchten uns bei den Eltern für Ihr Vertrauen bedanken.

„Hike ist Abenteuer pur. Es bedeutet, gemeinsam unterwegs sein und neue Wege gehen, sich einen Schlafplatz suchen, sich überraschen lassen. Und das alles ohne große Planung.“