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Gruppe österreichischer Pfadfinder aus Thüringen in Marcedusa (IT)

 

Einige Freiwillige der österreichischen Gruppe Pfadfinder Thüringen/St. Stefan machen Landschaftsreinigung in der Umgebung von Mesoraca (Crotone).

 

Sie kamen von der kleinen österreichischen Gemeinde Thüringen, im westlichsten Bundesland Österreichs, in Vorarlberg, Bezirk Bludenz in 573 m ü. M. extra nach Marcedusa.

 

Mit ihnen ist ein alter Bekannter von Marcedusa, Ottavio Calzone; obwohl vor über 50 Jahren nach Österreich ausgewandert, hat er seine Heimat nie vergessen und ist ständig Urheber einiger spektakulärer Initiativen, wie die im August 2008, als er mit Andreas Ferraro ganz Italien durchquerte und die  mehr als 2000 Km von Österreich nach Marcedusa mit einem Gespann von zwei Pferden und einer Kutsche zurückgelegte.

 

Sein jüngstes Vorhaben ist eine Idee zu verwirklichen: Die umliegende Landschaft von allem sperrigen Unrat, der auf landschaftlich genützten Flächen deponiert ist, zu befreien.

 

Dieser Initiative hat Bürgermeister Luigi Garofalo sofort zugestimmt, und den Stadtpolizisten Arialdo Mancuso als Koordinator der Reinigungsarbeiten der Gruppe  zur Verfügung gestellt.

 

Und prompt kamen die Helfer mit einem eigenen Fahrzeug angefangen. Sie trotzten der Kälte die diese Tage herrschte und sammelten Wracks von alten Waschmaschinen und Kühlschränken, Reifen sowie alles Mögliche das entlang der Landwege von diesem kleinen Dorf abgelagert wurde ein. Das Dorf liegt auf einem Hügel in 314 m über dem Meeresspiegel, den Winden ausgesetzt und begrenzt von zwei Tälern.

Hier, wuchsen einst Baumwolle und der Maulbeerbaum (auf dessen Blättern die Seidenraupen gezüchtet wurden). Die Landwirtschaft ist noch heute die Grundlage der Wirtschaft dieser kleinen Gemeinschaft, die heute mehr denn je mit der Knappheit der Mittel, die der Gemeinde zur Verfügung stehen, zu kämpfen hat.

 

Einige Söhne dieses Landes, wie Ottavio und seine Freunde, wollten helfen, und Ihre Dienste anbieten, um die umliegenden landwirtschaftlichen Flächen zu säubern. "Die Erde ist wie unsere Mutter“, meint Ottavio überzeugt, „sie erhält uns, deshalb müssen wir sie respektieren und sauber halten".

 

Die Umwelt ist für sie fast eine Obsession, eine fixe Idee, so dass sie eine Woche Ferien genommen haben, die sie freiwillig für diese Kampagne in Kalabrien verbringen. Neben Ottavio sind Didi, der Rehabilitationsbetreuer von 7- bis 18-jährigen Jugendlichen, die in seinem Land schwierige Erfahrungen mit Drogen und Gefängnis gemacht haben, dazu Stefan, der Kommunikationsexperte, Angelo, der Immobilienmakler, Dieter, der Arzt und Heinz der Gendarm mit dabei.

 

Das gesammelte Material wird zu einer Sammelstelle gebracht, die voraussichtlich bis Mai in Betrieb sein wird, um dann von einer "grünen Insel" in der Ortschaft Timpone ersetzt zu werden. "Ein Beispiel für Solidarität, Respekt für die Umwelt und Zivilisation, die Bewunderung, Schätzung und Nachahmung verdienen" ist der Kommentar des äußerst zufriedenen Bürgermeisters Garofalo.

 

(Carmelo Colosimo

Übersetzung Giuseppe Grieco)

 

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