Bildergalerien
top
Neues Aktionen & Termine Stufen Unser Heim Über Uns Sponsoren & Links English

Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubern…

 

Unser WiWö – Leiter Gregor durfte in diesem Jahr ein ganz besonderes Erlebnis machen. Gemeinsam mit 6 anderen Pfadfinder-Leitern macht er sich auf den Weg um die österreichweit gesammelten Weihnachtspakete vor Ort an die Kinder in Albanien zu verteilen. Um auch uns an den Eindrücken teilhaben zu lassen, hat er uns einen kleinen Erfahrungsbericht verfasst.

Am Samstag den 13. Dezember 2014 traf ich mich mit 6 weiteren Pfadfinder-Leitern in Dornbirn. Von dort aus ging es um 17:00 Uhr los in Richtung Zürich Flughafen. Wir flogen von Zürich über Wien nach Tirana Albanien. In Albanien angekommen, trennte uns noch eine Autostunde von unserem Hotel. Auf dem Weg dorthin zeigte uns das erste Mal der Unterschied zu unserem Ländle. Die Straßen waren in sehr schlechtem Zustand, kein Vergleich zu den Straßen wie wir sie von Vorarlberg kennen. Um ca. 1 Uhr Nachts erreichten wir, völlig kaputt das Hotel, indem es gefühlte -10 Grad hatte. Wir waren aber alle so kaputt das uns das egal war und wir gleich einmal den Schlaf gefunden haben. Am nächsten Morgen freute ich mich auf einen leckeren Kaffee, welchen ich beim Frühstücksbuffet bestellte. Was ich bekommen habe? 3 gekochte Eier. Was ich mir zu dem Zeitpunkt dachte? „Na das fängt doch schon gut an.“

Den restlichen Sonntag verbrachten wir mit den Pfadfindern aus Rreshen. Es wurde besprochen wie der weitere Ablauf sein würde, man tauschte sich aus und uns wurde deie Stadt Rreshen gezeigt. Ein durchaus sehr schöner und gemütlicher Sonntag.

Am Montagmorgen gingen wir zum Caritas Lager wo wir die Albanien Pakete auf den LKW geladen haben, die Pfadfinder von Rreshen gingen mit und fungierten als Dolmetscher. Anfangs fuhren wir über „sehr gute“ Straßen und ich war überrascht über den Zustand. Aber plötzlich bogen wir ab in Richtung Perlat-Eper. Von dort aus legten wir ca. 1,5 Stunden Fahrt auf sehr schlechter Schotter-Straße zurück. Als wir bei der ersten Schule in Perlat-Eper mit 49 Kindern und 9 Lehrer angekommen waren wurden wir schon sehnsüchtig erwartet. Wir gingen mit den ersten Albanien Paketen in die Schule und dann auch in das erste Klassenzimmer. Beim Eintreten in das kleine Zimmer ist mir direkt ein unangenehmer Kohlenmonoxid Geruch aufgefallen, welcher von undichten Rohren zu kommen schien. Ich habe nach 20 Minuten schon ein wenig Kopfweh verspürt und habe mich gefragt wir die Kinder und Lehrer dies mit Mittag aushalten. In Albanien haben die Kinder nämlich nur bis 12:00 Uhr Schule egal ob es die Volksschule oder das Gymnasium ist. Die Beste Note ist eine „10“ und die schlechteste eine „4“. 

Nach dem ich den ersten Schock überwunden habe verteilten wir die Pakete gemeinsam mit den Pfadfinder von Rreshen an die Kinder. Es ist einfach faszinierend, dass sich nicht nur das 8 Jährige Mädchen sondern auch der 14 Jährige Bursche über dieses kleine Pakete freut, welches Dinge enthält die für uns zu Hause in Vorarlberg selbstverständlich sind. Da wusste ich das die Albanien Pakete an der richtigen Stelle angekommen sind und ich war überglücklich als ich es den Kinder geben durfte und ihnen so ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte. Nach Perlat-Eper sind wir weiter über die holprige Piste zu dem Ort Kurbnesh mit 55 Schülern gefahren. Anschließend nach Bardhaj mit 37 Schülern und 6 Lehrern.

Nachdem wir die letzten Pakte in Bardhaj verteilt hatten, machten wir uns auf den beschwerlichen Heimweg. Mir ist der Weg unheimlich lange vorgekommen, vor allem wenn man in einem Auto sitzt, indem die Stoßdämpfer nicht mehr die Besten sind. Am späten Nachmittag kamen wir in unserm Hotel an wo wir unser spätes Mittagessen nachgeholt haben. Am Abend trafen wir uns noch mit den obersten Pfadfindern von Albanien, mit denen wir über weitere Pläne der Zusammenarbeit diskutiert und vertieft haben. Es wurde auch über ein gemeinsames Lager von Vorarlberg Pfadfinder mit den Albanischen Pfadfindern gesprochen. Von dieser Idee waren wir alle sehr angetan – Wir werden sehen, was sich daraus entwickelt.


Ein neuer Tag mit holprigen Augen und leuchtenden Kinderaugen

Auch am Dienstag waren wir früh auf den Beinen. Unser erstes Ziel für diesen Tag war Bukmire. In Bukmire haben 11 Schüler schon sehnsüchtig auf die Ankunft  der Albanien Pakete gewartet… und wieder dieses Leuchten in den Augen der Kinder. In Simon trafen wir auf 15 Kinder und auf dem Weg dorthin machten wir Halt bei einem Wohnhaus, welches sich auch als Schule heraus stellte. Eine Schule, in der wir 4 Schüler und eine Lehrkraft antrafen. 

Einen richtigen Kontrast zu diesem kleinen Stop bot uns jener in Kacinar, denn dort warteten insgesamt an die 80 Schüler und Schülerinnen aus 2 verschiedenen Schulen auf unsere Ankunft.  Begrüßt wurden wir mit lauter Musik und dem Bürgermeister höchstpersönlich. Als wir dann mit der Verteilung der Pakete fertig waren drehte der DJ so richtig auf und wir machten, gemeinsam mit den Schülern und Lehrern, so richtig Party. Es war einfach ein unvergessliches Gefühl so aufgenommen zu werden von fremden Leuten zu werden. Die Gastfreundschaft in Albanien und die Offenheit anderen gegenüber werde ich nie vergessen und etwas, was heutzutage leider viel zu selten anzutreffen ist. 

Am späten Dienstagabend besuchten wir noch Vorarlberger Paten Familien, denen wir ein, von uns geschnürtes Weihnachts-Paket, überreichten. Und auch hier waren die Gastfreundschaft und die Freude wieder unbeschreiblich groß. Wir wurden durch die bescheidenen 4 Wände geführt und man fühlte regelrecht, wie stolz die Leute auf ihr Hab und Gut sind und darauf, es uns zeigen zu können.

Der restlichen Abend waren wir damit beschäftigt die Ereignisse der letzten Tage zu verarbeiten und zu versuchen so viel Gastfreundschaft und Freude sacken zu lassen.

Den Mittwochmorgen gingen wir gemütlich an. Nach einem reichhaltigen Frühstück gingen wir noch in den Kindergarten, die Behinderten-Werkstätte und die Filzerei , in der man die Filzpatschen, die auch wir schon verkauft haben, hergestellt werden. Ich bin einfach nur fasziniert mit welchem Elan die Albaner an die Arbeit gehen und dankbar für jede Art von Unterstützung sind. Sie sehen das nicht als selbstverständlich an und das macht diese Sache für mich so wertvoll. 

Diese Erfahrung hat mich mehr als nur bestärkt, darin auch im kommenden Jahr wieder ein oder sogar zwei Albanien-Pakete zusammen zustellen, da ich mit eigenen Augen sehen durfte, wie glücklich wir die Kinder dadurch machen können. 

Am Nachmittag ging unser Flieger wieder zurück nach Wien und dann nach Zürich wo wir wieder abgeholt worden sind. 

Liebe Gitti ( Brigitte Krepl, Bundesleiterin), ich danke dir das ich mit dir und den anderen Leitern nach Albanien reisen durfte. Es war eine sehr interessante aber auch lustige Zeit mit Euch. Danke! 

Gregor Vaschauner

WiWö Leiter Pfadfinder Thüringen


Sehr eindrückliche Erlebnisse, die auch uns als Gruppe darin bestärken in dem kommenden Jahr unser Kinder und Jugendliche dazu zu motivieren ein Paket für die Kinder in Albanien zusammen zu stellen. Wir danken an dieser Stelle all jenen, die es ermöglicht haben diese Aktion durch zu führen und auch Euch, die ihr fleißig gesammelt und ein Paket zusammengestellt habt. Vielen Dank für Euer Engagement. 

Gut Pfad